Das Heilmittelwerberecht gehört zum Wettbewerbsrecht und ist in Deutschland besonders streng. Zum Heilmittelwerberecht gehört die Werbung für

 

  • Arzneimittel
  • Medizinprodukte und sonstige Gebrauchsgegenstände zur Diagnostik bzw. Therapie
  • Kosmetika, die der Beseitigung oder Linderung von Krankheiten, Leiden, Körperschäden oder krankhaften Beschwerden dienen sollen
  • Diagnostik und Behandlung durch Ärzte, Zahnärzte, Heilpraktiker und andere Heilpersonen

Bei Medizinprodukten ist das Heilmittelwerberecht weniger streng. Ärzte, Zahnärzte und Heilpraktiker müssen außerdem das Berufsrecht beachten bzw. berücksichtigen.

 

Ob ein Arzneimittel vorliegt, hängt nach wie vor von den pharmakolo-gischen Eigenschaften, der Zweckbestimmung und der Verkehrsan-schauung ab. Arzneimittel sind apothekenpflichtig.

 

Nahrungsergänzungsmittel richten sich nach dem Lebensmittelrecht. Für Nahrungsergänzungsmittel gelten mehrere Verordnungen, sehr praxisrelevant und neueren Datums sind die Health-Claims-Verordnung und die Novel-Food-Verordnung. Die Health-Claims-Verordnung regelt die Zulässigkeit von Werbeaussagen mit Gesundheits- und Krankheitsbezug.